Gelebte Kameradschaft über Grenzen hinweg
Alpini und österreichische Soldaten gemeinsam im Einsatz bei der #wechselland26
Internationale Zusammenarbeit ist in modernen Streitkräften unverzichtbar. Wie erfolgreich diese Zusammenarbeit in der Praxis funktioniert, zeigt die Ausbildungsübung WECHSELLAND 26 eindrucksvoll. 25 Soldatinnen und Soldaten des 5. Alpini-Regiments der italienischen Alpini-Brigade „Julia“ waren dabei nahtlos in die Übung der Theresianischen Militärakademie und der 6. Gebirgsbrigade eingebunden.
Eine besondere Rolle kam dabei Fähnrich Luca R. zu. Zweisprachig aufgewachsen und somit fließend Italienisch sprechend begleitete er als Sprachmittler die italienischen Soldaten während der gesamten Übung und sorgte dafür, dass Befehle und Informationen zwischen den Nationen ohne wesentlichen Zeit- und Inhaltsverlust ausgetauscht werden konnten. In der Übungsphase übte er die Funktion des Funkers des italienischen Zugskommandanten aus. So konnte die Kompanieführung in deutscher Sprache erfolgen, die Führung des italienischen Zuges auf Italienisch.
„Die Befehlsausgaben wurden so gut es ging von mir in Echtzeit übersetzt. Beeindruckend war, wie professionell und präzise die italienischen Kameraden die erhaltenen Aufträge anschließend umgesetzt haben“, schildert Luca R. seine Eindrücke.
Untergebracht waren die österreichischen und italienischen Soldaten gemeinsam in Krumbach. Dadurch entstand bereits abseits des eigentlichen Übungsbetriebes ein enger Austausch. Aus gemeinsamen Diensttagen wurden rasch persönliche Begegnungen und neue Freundschaften. Auch außerhalb des Dienstes nutzten die Soldaten die Gelegenheit, Zeit miteinander zu verbringen. Ein besonderes Erlebnis war eine gemeinsame Exkursion nach Wien.
Für Fähnrich R. war vor allem die hohe Professionalität der italienischen Gebirgssoldaten bemerkenswert. Gleichzeitig zeigten sich die Alpini beeindruckt von ihren österreichischen Kameraden. „Die Alpini haben insbesondere die Formaldisziplin unserer Rekruten und Soldaten hervorgehoben. Das wurde mehrfach angesprochen und sehr geschätzt“, berichtet Luca R.
Ein weiterer bewegender Moment der Übung war die Kranzniederlegung, die durch Oberst Markus Reisner initiiert wurde. Gerade in einer Zeit, in der internationale Zusammenarbeit immer wichtiger wird, setzte diese Zeremonie ein starkes Zeichen. Sie machte sichtbar, dass Kameradschaft, gegenseitiger Respekt und das Bewusstsein für die gemeinsame Geschichte weit über nationale Grenzen hinausreichen.
Die #wechselland26 bot den teilnehmenden Soldaten nicht nur eine anspruchsvolle militärische Ausbildung. Sie schuf auch Begegnungen, die Verständnis füreinander fördern und bestehende Partnerschaften weiter vertiefen. Für Fähnrich Luca R. steht daher fest: “Die Zusammenarbeit mit den Alpini war nicht nur militärisch wertvoll, sondern vor allem ein gelebtes Beispiel europäischer Kameradschaft.”