Von 14. bis 19. September 2026 besuchten die Russisch lernenden Schüler der 4. Klassen, finanziell unterstützt durch ERASMUS+ - Fördergelder, Lettland. Ein Reisebericht von Florian S. (4BK) und Alexander S. (4AK):
Tag 1 - 14. September
Der erste Tag unserer Russisch-Sprachreise nach Riga begann früh und aufregend: Bereits um 05.45 Uhr trafen wir uns in der Schule, um gemeinsam mit dem Bus zum Flughafen Wien zu fahren. Nach dem Abflug um 08.30 Uhr erreichten wir Riga pünktlich zur lettischen Mittagszeit gegen 12.00 Uhr.
Nach der Ankunft ging es zunächst zum Hotel, wo wir unser Gepäck abgeben konnten. Anschließend nutzten wir die Zeit für eine Stärkung im Lido, wo wir traditionelles slawisches und lettisches Essen probierten, bevor das erste Zusammentreffen mit den Schülern unserer Partnerschule in Riga stattfand.
Im Anschluss erkundeten wir gemeinsam bei einer Stadtführung die historische Altstadt von Riga und bekamen einen ersten Eindruck von der beeindruckenden Architektur und der Atmosphäre der Stadt. Nach dem offiziellen Check-in im Hotel hatten wir schließlich noch etwas Freizeit, um Riga auf eigene Faust zu erkunden.
Tag 2 - 15. September
Unser 2. Tag in Riga begann mit einem leckeren Frühstück im Hotel. Nach dem Frühstück ging es für uns weiter zur Partnerschule, wo wir bei einer Führung das Schulgebäude kennenlernten. Anschließend hielten die Schülerinnen und Schüler der Partnerschule eine Präsentation für uns, bei der sie uns Alltagsbegriffe auf Russisch vorstellten. Weiters haben wir noch gemeinsam ein Kennenlernspiel gespielt, bei dem wir uns auf Russisch unterhielten.
Nach dem Mittagessen besuchten wir das Okkupationsmuseum in der Innenstadt und bekamen dort einen Einblick in die Geschichte Lettlands. Anschließend waren wir noch am Zentralmarkt von Riga, der in ehemaligen Zeppelin-Hangars untergebracht ist. Die Hallen wurden ursprünglich für die Luftschiffe der deutschen Marine gebaut und dienen heute als Markthallen. Danach ging es weiter zur Aussichtsplattform der Akademie der Wissenschaften, einem imposanten Hochhaus aus der Sowjetzeit, von dem aus wir einen tollen Ausblick über ganz Riga hatten.
Zum Abschluss hatten wir noch Freizeit und konnten die Stadt selbst erkunden.
Tag 3 - 16. September
Am Vormittag ging es gut gestärkt zur lettischen Partnerschule. Es war eine aufregende Erfahrung, unsere Präsentationen auf Russisch zu halten und den Letten unsere Schule sowie die schönsten Orte Österreichs vorzustellen. Auch der anschließende gemeinsame Deutschunterricht hat viel Spaß gemacht und für einen tollen Austausch gesorgt.
Nach dem Mittagessen ging es aufs Wasser. Die Bootsfahrt bot einen wunderschönen Blick auf die Stadt. Anschließend besuchten wir das beeindruckende Schwarzhäupterhaus mit einer äußerst interessanten und fesselnden Führung. Zum Abschluss besichtigten wir noch eine imposante orthodoxe Kathedrale, die uns sehr beeindruckt hat.
Tag 4 - 17. September
Nach einem frühen und sehr guten Hotelfrühstück ging es für uns um 09:00 Uhr mit dem Zug an die Ostsee nach Jūrmala. Dort spazierten wir durch die berühmte Allee sowie die älteste Fußgängerzone und genossen vom Aussichtsturm den Blick bis zum Meer. Am Strand verlockte das Wasser trotz der bitteren Kälte einige Mutige zum Baden.
Nach dem Mittagessen in Jūrmala ging es zurück nach Riga. Der Nachmittag stand ganz im Zeichen der Geschichte: Der Besuch des KGB-Museums hinterließ mit seinen tragischen Schicksalen und eindrucksvollen Geschichten einen tiefen Eindruck.
Tag 5 - 18. September
Der Wecker klingelte heute etwas früher für uns als gewohnt, denn ein ganz besonderer Programmpunkt stand an: Der Besuch einer lettischen Militärschule. Da dort heute der erste Schultag gefeiert wurde, durften wir bei der feierlichen Eröffnungszeremonie dabei sein. Es war äußerst faszinierend zu beobachten, wie die Schüler in ihren Uniformen angetreten sind und exerziert haben, da wir diese Abläufe selbst gut aus unserem Alltag kennen.
Anschließend ging es weiter in einen lettischen Nationalpark, der für seine eindrucksvollen Moor- und Sumpflandschaften bekannt ist, eine wirklich einmalige Erfahrung in der Natur. Den Abschluss bildete die Besichtigung eines hervorragend renovierten Schlosses, das einst von einem deutschen Baron erbaut wurde. Neben den prachtvollen Räumlichkeiten lag das Augenmerk vor allem auf der historischen Fächersprache: Es war spannend zu erfahren, wie man früher ganz ohne Worte, nur durch bestimmte Gesten mit dem Fächer, miteinander kommuniziert hat.
Damit geht nicht nur ein spannender Tag, sondern eine rundum gelungene und lehrreiche Reise zu Ende. Wir blicken zurück auf viele wertvolle Erfahrungen, tolle Begegnungen mit den Letten und unvergessliche Momente, die uns noch lange in schöner Erinnerung bleiben werden.