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Ferienaktivität
Der 25. Int. Marc-Aurel-Marsch ist nichts für schwache Nerven, doch am 27. und 28. August 2026 stellten sich 22 Kadetten der Herausforderung. Johanna B. (3BK) und Luca-Matthis K. (4BK) berichten:
Der Marc-Aurel-Marsch ist eine vom Heeressportverein Wien am Truppenübungsplatz Bruckneudorf organisierte zweitägige Veranstaltung. Verschiedene Marschdistanzen fordern dabei von den Teilnehmern entsprechendes Leistungsvermögen. Der Marc-Aurel-Marsch steht militärischen Marschgruppen und zivilen Wanderern aller Nationen offen und ist die größte jährliche Marsch- und Laufveranstaltung des Bundesheeres.
Der Marsch begann mit der Eröffnungszeremonie, bei der auch Verteidigungsministerin Klaudia Tanner anwesend war. Für gute Stimmung sorgten außerdem Cheerleader. Mit 10kg Rückengepäck und viel Motivation starteten wir in die ersten 42km hinein.
Die erste Marschgruppe wurde von Frau Professor Kerschbaum angeführt und die Kadetten marschierten mit hoher Geschwindigkeit durch das flache Burgenland.
Die zweite Gruppe ging mit Herrn Direktor Weigert die Herausforderung etwas langsamer an.
Zu Beginn war die Motivation noch sehr hoch und die ersten Kilometer waren trotz des schweren Rucksacks relativ problemlos zu bewältigen. Mit der Zeit wurde die lange Strecke aber deutlich anstrengender. Die Schultern und der Rücken wurden zunehmend beansprucht und auch an den Füßen bemerkte man die vielen zurückgelegten Kilometer.
Umso mehr freuten wir uns, wenn wir eine Ladestation erreichten. Die Ladestationen waren enorm wichtig für uns. Dort konnten wir uns stärken und neue Energie tanken. Besonders hat uns die Ladestation beim Heidentor in Carnuntum gefallen.
Mit regelmäßigen stärkenden Pausen erreichten wir am Abend das Ziel des ersten Tages und starteten am nächsten Morgen gleich in die nächsten 40 km. Bereits zu Beginn waren die Beine vom Vortag müde und die ersten Anzeichen der Belastung waren deutlich zu spüren. Im Laufe des Tages wurde der Marsch zunehmend zu einer mentalen Herausforderung, doch man hatte immer Menschen um sich herum, die einem Kraft gaben. Durch die lange Zeit, die man auf der Strecke verbrachte, hatte man viele Möglichkeiten neue Leute kennenzulernen und auch vorhandene Beziehungen zu stärken. Am zweiten Tag waren die Bedingungen etwas angenehmer, da wir einen größeren Teil im Schatten gehen konnten. Dafür gab es deutlich mehr Höhenmeter, insgesamt ungefähr 600.
Nach insgesamt rund 80 Kilometern war der Marc-Aurel-Marsch schließlich geschafft. Die körperliche Erschöpfung war deutlich spürbar, gleichzeitig war die Freude über das Erreichen des Ziels sehr groß. Der Marsch war für jeden von uns eine wertvolle Erfahrung, weil wir dabei unsere eigenen körperlichen und mentalen Grenzen kennenlernen konnten.