Schneller als der Schall
Von 21. bis 24. Mai 2024 trainieren die Eurofighter-Piloten des Bundesheeres ein weiteres Mal in diesem Monat Abfangmanöver im Überschallbereich. Pro Tag sind jeweils zwei Überschallflüge zwischen 08:00 Uhr und 16:00 Uhr geplant. Geflogen wird über dem gesamten Bundesgebiet mit Ausnahme rund um die Landeshauptstädte sowie über Wien. Um den Geräuschpegel möglichst gering zu halten, werden die Flüge in großen Höhen absolviert.
Die jeweiligen Zeiten im Detail sowie die Fluggebiete werden zeitnah auf der Facebook-Seite des Österreichischen Bundesheeres bekannt gegeben.
Unverzichtbares Training
"Luftangriffe wie die des Irans in Richtung Israel oder auch Russlands auf die Ukraine zeigen, wie wichtig eine effiziente Luftabwehr eines Staates zum Schutz seiner Bürgerinnen und Bürger ist." so Verteidigungsministerin Klaudia Tanner
Im Rahmen der Luftraumüberwachung kann es notwendig werden, dass die Eurofighter-Piloten ihre Abfangjäger auf Überschallgeschwindigkeit beschleunigen. Damit können sie nicht identifizierte Eindringlinge in kürzester Zeit erreichen und für Sicherheit im österreichischen Luftraum sorgen.
Voraussetzung für einen Überschall-Einsatz ist ein entsprechendes Training. Denn das Fliegen mit extremen Geschwindigkeiten erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen Piloten, Radarleitoffizieren und der zivilen Flugsicherung. Übungen am Simulator reichen dafür nicht, unter anderem auch weil dabei die Flug- bzw. Körperbelastung für die Piloten nicht darstellbar ist.
Überschallknall
Die Überschallgeschwindigkeit beginnt bei rund 1.200 km/h. Nähert sich ein Eurofighter dieser Geschwindigkeit, kommt es zu Stoßwellen am Flugzeug. Diese Stoßwellen können am Boden als Überschallknall wahrgenommen werden. Die (Laut‑)Stärke des Überschallknalles ist unter anderem abhängig von der Flughöhe, der Geländestruktur und der Wetterlage.
Wenn es also die nächsten Tage mal kracht, keine Sorge!