Jahrgang "Schwarzenberg"
Am Sonntag, dem 26. September 1971, wurde der Jahrgang “Schwarzenberg” ausgemustert.
Am Dienstag, dem 29. September 2026, kamen 28 von den einst 77 Jahrgangsangehörigen aus Anlass des 55-jährigen Ausmusterungsjubiläums zurück an die Militärakademie.
Der Tag an der Militärakademie begann mit einer Andacht in der Georgskathedrale, die gemeinsam mit einer Kranzniederlegung beim “Denkmal für die im Dienst tödlich verunglückten Offiziere der 2. Republik”, dem Gedenken an bereits verstorbene Jahrgangskameraden diente.
Nach dem gemeinsamen Mittagessen im neuen Speisesaal erfolgte eine Besichtigung des neuen Unterkunftsgebäudes. Vergleiche mit der Unterbringung vor 55 Jahren waren unvermeidlich und so manche Erinnerung wurde wieder wach.
Danach versammelte sich der Jahrgang “Schwarzenberg” gemeinsam mit dem jahrgang “Lissa”, der ein Treffen aus Anlass des 60-jährigen Ausmusterungsjubiläums durchführte, im Maria-Theresien-Rittersaal, wo durch den Akademiekommandanten nicht nur eine Begrüßung, sondern auch eine Information über Ablauf und Inhalte der Offiziersausbildung heute, erfolgte.
Seinen Abschluss fand das Jubiläumstreffen im Seminarzentrum Reichenau mit einem gemeinsamen Abendessen.
Karl Philipp Fürst zu Schwarzenberg
Karl Philipp Fürst zu Schwarzenberg wurde am 15. April 1771 in Wien geboren und stand ab 1788 in österreichischen Militärdiensten. Im Feldzug von 1794 kommandierte er eine Reiterschwadron bei der Avantgarde. Er zeichnete sich dabei so aus, dass ihm das Ritterkreuz des Maria-Theresien-Ordens verliehen wurde.
Im Laufe der Jahre stieg Fürst Schwarzenberg bis zum Feldmarschall auf und erhielt Ende Juni 1813 den Oberbefehl über die verbündeten Streitkräfte gegen Napoleon. Unter seiner Führung fügten im Oktober 1813 in der Völkerschlacht bei Leipzig die verbündeten Heere der Österreicher, Preußen, Russen und Schweden Napoleon Bonaparte die entscheidende Niederlage zu.
Schwarzenberg verstarb am 15. Oktober 1820 in Leipzig.