Jahrgang "Major Troyer"
Am Samstag, dem 20. September 1986, wurden die 110 Angehörigen des Jahrganges “Major Troyer” ausgemustert und am Tag drauf gemeinsam mit 432 Milizoffizieren in die Armee übernommen.
Von Freitag, den 11. bis zum Sonntag, den 13. September 2026, kamen rund 80 von ihnen zurück an die "Alma Mater Theresiana" um das 40-jährige Ausmusterungsjubiläum feierlich zu begehen.
Organisiert wurde das Ausmusterungsjubiläum durch Brigadier Franz Hollerer, stellvertretende Akademiekommandant und selber Angehöriger des Jahrganges “Major Troyer”.
Informationen
Generalmajor Philipp Ségur-Cabanac begrüßte nicht nur, sondern informierte auch über die Entwicklung der Akademie, aktuelle Aufgaben und Herausforderungen sowie Zukunftsprojekte.
Oberst Markus Reisner brachte in einem Vortrag eine aktuelle Analyse der Ukraine-Konfliktes und Rüstungsdirektor Generalleutnant Harald Vodosek, auch Angehöriger des Jahrganges “Major Troyer” berichtete über die Beschaffungsvorhaben zur Realisierung des Projektes Bundesheer 2032+.
Verwurzelung
Der Tradition folgend wurde ein Kranz am Denkmal Maria-Theresias niedergelegt und mit der Enthüllung des “Major Troyer-Baumes” in der “Allee der Jahrgang” die Verwurzelung des Jahrganges mit der Militärakademie symbolisiert.
Ein gemeinsames Abendessen im Seminarzentrum Seebenstein rundete den ersten Tag ab.
Wien
Am zweiten Tag erfolgten eine Einweisung in die Landesverteidigungsakademie durch deren Kommandanten und ebenso Angehörigen des Jahrganges “Major Troyer” Generalmajor Friedrich Schrötter sowie ein Besuch des Parlaments.
Den Abschluss fand das Treffen am Sonntag mit einer Teilnahme am Gottesdienst in der Georgs-Kathedrale.
Major Troyer
Josef Troyer wurde am 8. Dezember 1867 geboren und trat 1887 in das Tiroler Jägerregiment ein.
Im Juni 1915 war Troyer als Major und Kommandant des 3. Bataillons des Kärntner Gebirgsschützenregiment Nr. 1 an der russischen Front im Einsatz. Während der Schlacht am Porostyn vom 3. bis 8. Juni 1915 führte Troyer wegen Abwesenheit des Kommandanten das Regiment mit seinen drei Bataillonen. Trotz allgemeinen Rückzugs verblieb er mit dem Regiment in Stellung, leistete den angreifenden russischen Verbänden Widerstand und konnte so den feindlichen Angriff zum Stehen bringen. Troyer erhielt daraufhin den Beinamen "Der Eiserne Major".
Am 5. Juli 1916 wurde Troyer von Schüssen eines russischen Scharfschützen tödlich getroffen. Er wurde posthum zum Oberstleutnant befördert und für seine Tat in der Schlacht am Porostyn mit dem Ritterkreuz des Militär-Maria-Theresien-Ordens ausgezeichnet.