Jahrgang "Lissa"
Am Sonntag, dem 25. September 1966, wurde der Jahrgang “Lissa” ausgemustert.
Am Dienstag, dem 29. September 2026, kamen 20 von den noch 47 lebenden der einst 108 Jahrgangsangehörigen aus Anlass des 60-jährigen Ausmusterungsjubiläums zurück an die Militärakademie.
Der Tag an der Militärakademie begann nach dem Zusammentreffen im Clubraum im Maria-Theresien-Rittersaal. Gemeinsam mit dem Jahrgang “Schwarzenberg”, der ein Treffen aus Anlass des 55-jährigen Ausmusterungsjubiläums durchführte, wurden die Teilnehmer am Ausmusterungsjubiläum durch den Akademiekommandanten begrüßt und erhielten eine Information über Ablauf und Inhalte der Offiziersausbildung heute.
Mit einer Kranzniederlegung beim “Denkmal für die im Dienst tödlich verunglückten Offiziere der 2. Republik” wurde an bereits verstorbene Jahrgangskameraden gedacht.
Eine weitere Kranzniederlegung am Akademiefriedhof diente dem Gedenken an die drei während der Ausbildung im 3. Jahrgang bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommenen Jahrgangskameraden.
Im Zuge des Herbstmanövers 1965 sollten Angehörige der Militärakademie mit dem Fallschirm abgesetzt werden. Für das Absetzten der Fallschirmspringer waren vier Flugzeuge vom Typ De Havilland of Canada DHC L-20 "Beaver" auf den Flugplatz Wiener Neustadt verlegt worden. Die vier Flugzeuge sollten im Verband die Fallschirmspringer absetzten. Da das Wetter während des gesamten Manövers sowohl am Flugplatz als auch am Zielgebiet sehr schlecht war, verschob sich der Start des Transportverbandes laufend. Gegen 15 Uhr kam jedoch der Befehl zum Start, die vier Flugzeuge rollten zum Start und hoben ab. Nach wenigen Flugminuten scherte plötzlich die zweite Maschine des Verbandes aus. Gegen 15.03 Uhr prallte das Flugzeug mit dem Kennzeichen 3B-GE bei Pernitz in den bewaldeten Kressenberg. Beim Aufprall brach eine Tragfläche ab, und das Flugzeug wurde völlig zerstört. Das Flugzeug war mit zwei Piloten und vier Fallschirmspringern besetzt, die alle den Absturz nicht überlebten.
Zurück im Maria-Theresien-Rittersaal erhielt der Jahrgang noch einen Informationsvortrag durch Oberst Markus Reisner über die aktuelle Lage in der Ukraine,
Seinen Abschluss fand das Jubiläumstreffen mit einem gemeinsamen Abendessen im einem Wiener Neustädter Restaurant.
Der Jahrgang “Lissa” spielt für die Traditionen an der Militärakademie eine besondere Bedeutung. Es ist jener Jahrgang, der als erster einen Namen trug. Dass es dazu gekommen ist, ging vor allem vom Jahrgang aus. Mehr über die Entstehung der Jahrgangsnamen und -abzeichen ist hier nachzulesen: 60 Jahre Jahrgangsabzeichen