Die Fahne voran tragend
Unter dem Motto „Wächter des Friedens“ reisten vom 22. bis 25. Mai 2026 300 österreichische Pilger unter der Leitung von Militärbischof Werner Freistetter nach Lourdes in Frankreich. Jedes Jahr versammeln sich tausende Soldaten aus aller Welt bei der internationalen Soldatenwallfahrt. Dieses Jahr waren es 17.000 Pilger aus 40 Nationen, die bei der somit größten Friedenskundgebung der Welt teilnahmen.
Im Jahr 1862 wurde die Marienerscheinung von Lourdes offiziell von der katholischen Kirche anerkannt. Demnach erschien die Gottesmutter Maria im Jahr 1858 in der Massabielle-Grotte der 14-jährigen Müllerstochter und späteren Ordensfrau von der "Kongregation der Schwestern der Barmherzigkeit von Nevers", Bernadette Soubirous. Sie wurde 1933 heiliggesprochen. Jährlich pilgern Millionen Menschen aus der ganzen Welt nach Lourdes.
Die Soldatenwallfahrt nach Lourdes entstand aus einer gemeinsamen Initiative französischer und deutscher Militärseelsorger. Es entwickelte sich daraus eine regionale, nationale und internationale Bewegung. Österreichische Soldaten nehmen seit 1958 an der Wallfahrt teil.
Das abwechslungsreiche Programm setzt sich zusammen aus nationalen und internationalen Feiern und Gottesdiensten, Konzerten der Militärmusikkapellen der teilnehmenden Nationen und offiziellen Terminen für die jeweiligen Kommandanten und Repräsentanten aus aller Welt. Die musikalische Gestaltung dieser vier Tage übernahm heuer die Militärmusik Tirol und beeindruckte die internationalen Teilnehmer durch ihr abwechslungsreiches musikalisches Repertoire.
Angeführt wurde die österreichische Delegation wurde von einem Fahnentrupp, der von sechs Fähnrichen des Jahrganges “Nordmann” gestellt wurde. Zwei “Nordmänner”, die gerade ihr Auslandssemester in Frankreich absolvieren, nahmen ebenfalls an der 66. Internationalen Soldatenwallfahrt teil.