Treffen des Ausmusterungsjahrganges 1963
75 Leutnante wurden am Sonntag, dem 22. September 1963 in Anwesenheit des Bundespräsidenten Dr. Adolf Schärf ausgemustert - der Ausmusterungsjahrgang 1963.
Am Montag, dem 12. Oktober 2026, fand aus Anlass des 63. Ausmusterungsjubiläums ein Treffen des Jahrganges an der Militärakademie statt. General i.R. Horst Pleiner, der Jahrgangserste, berichtet darüber:
Von 30 noch auf Erden weilenden Angehörigen des mit den beiden als “Nachzügler” ausgemusterten Kameraden einst insgesamt 77 Mann starken Jahrganges, fanden sich am Vormittag immerhin noch 14 Kameraden, davon vier in Begleitung ihrer Damen, zunächst im Clubraum der ehrwürdigen Burg ein, um sich in kleinen Gesprächsgruppen altersgerecht auf das Programm einzustimmen.
Die Theresianische Militärakademie hatte sich in der Vorbereitung administrativ und organisatorisch überaus flexibel und entgegenkommend gezeigt und dem Jahrgang einen perfekten Ablauf ermöglicht. Der Jahrgang drückt dafür dem Kommandanten Generalmajor Philipp Ségur-Cabanac und dem überaus bemühten gesamten Team der Akademie den besonderen Dank und höchste Anerkennung aus. Man ist immer wieder zutiefst beeindruckt von der ausgeprägten Professionalität dieser Stätte der Offiziersausbildung und der weiteren angeschlossenen Institutionen. Der Blick in eine herausfordernde Zukunft ist hier ungebrochen vorhanden und der Jahrgang 1963 hofft, dass der Militärakademie auch in den heranstehenden Jahren der „Mission Vorwärts zum Bundesheer 2032“ die erforderlichen budgetären, organisatorischen und personellen Mittel gesichert zukommen werden.
Die Teilnehmer des Jubiläums fanden sich dann im Maria-Theresien-Rittersaal ein, wo zunächst General i.R. Horst Pleiner in seiner Funktion als Jahrgangserster eine kurze Begrüßung vornahm und dabei darauf hinwies, dass nur der Jahrgang 1963 mit der Wahl von “Fahringer” als inoffiziellen Zusatznamen sowie der Jahrgang 1961 mit “Gschwandtner” einen Offizier des Bundesheeres der Zweiten Republik gewählt habe. Diese beiden Jahrgangskommandanten haben es verstanden sehr schnell in der Heran- und Ausbildung ihrer Schützlinge sich die Achtung und Anerkennung als Vorbild zu erwerben. Außerdem konnte General i.R. Pleiner auf den bis jetzt durch so viele Jahrzehnte gepflegten Zusammenhalt und die unverbrüchliche Kameradschaft verweisen. Der Jahrgang hat sich seine Geschlossenheit bewahrt und ist stets in freudigen aber auch schwierigen Zeiten füreinander eingetreten.
Nach der Abhandlung einiger Jahrgangsinterna hat dann Brigadier Arthur Bennett, der Kommandant des Jagdkommandos, in einem einstündigen Vortrag über das „Jagdkommando aktuell“ einprägsam, mitreissend und truppennah informiert. Der Vortrag wurde durch ein aktuelles Video ergänzt und so konnten die Angehörigen des Jahrganges ein Bild von der außerordentlichen Entwicklung und aktuellen Vielfalt an Herausforderungen im Dienst dieser Einsatzkräfte gewinnen. Nur wenig davon war den seit langer Zeit im Ruhestand befindlichen Offizieren auch nur ansatzweise bekannt gewesen.
Anschließend nahmen die Teilnehmer des Jubiläums im neuen Speisesaal der Akademie das Mittagessen ein. Für fast alle war das die erste Begegnung mit dieser großartigen Einrichtung und man staunte über die Vielfalt und Qualität des Angebotes insgesamt, besonders aber über die kulinarisch herausragenden Salate im Angebot. Der Akademiekommandant gab dem Jahrgang während des Mittagessens die Ehre seiner Anwesenheit und fand sich in regem Gespräch mit den verschiedenen Interessenten.
Bei herrlichem Sonnenschein nahm dann der Jahrgang 1963 Aufstellung am Denkmal der Stifterin für das obligate „family picture“, das umso mehr Erinnerungswert hat, gibt es doch kein Ausmusterungsfoto des Jahrganges aus dem Jahr 1963 geschlossen vor dem Denkmal der Kaiserin und Königin Maria Theresia!
Anschließend fand beim “Denkmal für die im Dienst tödlich verunglückten Offiziere der 2. Republik” eine würdige Kranzniederlegung statt, die von einem Bläsersextett der Militärmusik Burgenland umrahmt und Militärdekan Stefan Gugerel durch berührende Worte und ein Gebet vertieft wurde. General i.R Pleiner und Generalmajor Ségur-Cabanac haben gemeinsam die Schleifen des Kranzes geordnet und zum Klang des „Guten Kameraden“ all der dort Genannten und vor allem der fünf in den zurückliegenden 12 Monaten verstorbenen Angehörigen des Jahrgangs 1963 gedacht.
Nach Rückkehr in den Theresien-Rittersaal hat Oberst Thomas Lampersberger den Jahrgang über aktuelle Ereignisse und Entwicklungen an der Akademie einprägsam informiert und ein neues Video zum Alltag in Lehre, Ausbildung und Leben an der Militärakademie gezeigt. Immer wieder konnte festgestellt werden, was sich so alles entwickelt und modern gestaltet hat und es gab auch eine Information über die im Juni durchgeführte Übung „Wechselland“, bei der die Militärakademiker zusammen mit Teilen der 6. Gebirgsbrigade im freien Gelände Erfahrungen im Gefechtsdienst und dem Zusammenwirken verschiedenster Heeresteile gewinnen sowie Führungsfähigkeit erweitern konnten.
Den Abschluss des Jubiläumstreffens bildete eine kameradschaftliche Stunde im Clubraum, verbunden mit der Hoffnung in einem weiteren Jahr wieder zumindest in dieser Anzahl an der Stätte der Erinnerung in Wiener Neustadt zusammen feiern zu können.
Der Jahrgang 1963 - ein Jahrgang mit Besonderheiten
Anlässlich des 60-jährigen Ausmusterungsjubiläums im Jahr 1963 hat sich General i.R. Horst Pleiner an die Zeit der dreijährigen Ausbildung zum Offizier und die dabei aufgetretenen Besonderheiten erinnert: Der Ausmusterungsjahrgang 1963
Blick zurück
Bilder aus dem Archiv von der Ausmusterung am 22. September 1963