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Islamischer Gebetsraum

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Islamischer Gebetsraum

Genau 20 Jahre nach der Eröffnung des 1. islamischen Gebetsraumes in einer Kaserne des Bundesheeres (Maria-Theresien-Kaserne) wurde am Dienstag, dem 20. Februar 2024, auch an der Theresianischen Militärakademie ein Gebetsraum für Muslime eröffnet.

In Anwesenheit des Präsidenten der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ), Ümit Vural, des 1. Imams der islamischen Religionsgemeinde Niederösterreich, Yasin Cancetin, sowie Militärimam Kenan Čorbić erfolgte zuerst gemeinsam mit muslimischen Soldaten ein Gebet. 

Danach erfolgte für geladene Offiziere und Unteroffiziere der Garnison Wiener Neustadt durch den Militärimam eine Einweisung in die Bedeutung des Gebetsraumes und die lange Tradition von muslimischen Soldaten im österreichischen Heer.
Generalmajor Pronhagl drückte seine Freude über die Realisierung des Gebetsraumes aus und sagte, dass "dies ein Zeichen der Wertschätzung gegenüber den muslimischen Soldaten und Bediensteten der Garnison Wiener Neustadt ist."
Für IGGÖ-Präsident Vural bildet der Gebetsraum "einen Ort der gegenseitigen Bereicherung, des Brückenbaues, des Verständnisses und des Respektes zwischen den einzelnen Religionen." Er dankte den Verantwortlichen dafür, dass "die muslimischen Soldaten nun einen weiteren Ort erhalten haben an dem sie ihre spirituellen Bedürfnisse ausleben können."
Als Dank für das Engagement um die Realisierung des Gebetsraumes erhielten Generalmajor Karl Pronhagl und Militärdekan Stefan Gugerel einen Fez - ein sehr österreichisches Stück muslimischer Kleidung - als Geschenk.

Muslime beten im Knieen
Ein praktizierender Muslim verrichtet 5x am Tag ein Gebet
Der Gebetsraum - ein Ort für das Gebet,...
...aber auch für die Kommunikation
Militärimam Čorbić erklärt die Bedeutung des Raumes
Generalmajor Pronhagl freut sich über die Realisierung des Gebetsraumes
IGGÖ-Präsident Vural übergibt einen Fez als Zeichen des Dankes an Militärdekan Gugerel
Inschrift

Unterschied Moschee - Gebetsraum

Im Unterschied zu einer Moschee handelt es sich bei einem Gebetsraum um eine einfache Räumlichkeit, die davor einem anderen Zweck diente. Eine Moschee hingegen muss als solche gebaut werden und kann nicht durch Neuwidmung eines Gebäudes entstehen.
Neben dem zentralen Gebetsraum einer Moschee machen angeschlossene Räumlichkeiten und Nebengebäude für Unterricht und Gespräche oder für Geschäfte sowie als Veranstaltungsort für das Feiern gesellschaftlicher Anlässe diese außerdem über einen reinen Gebetsort hinaus zu einem religiösen Zentrum.

In der Mitte des Gebetsraums stehen weder Stühle noch Bänke. Muslime beten nämlich im Stehen und auf Knien. Deshalb liegen Matten und Teppiche auf dem Boden und beim Betreten des Gebetsraumes sind die Schuhe auszuziehen. Nur für alte oder kranke Menschen stehen am Rand des Gebetsraumes einige Stühle bereit.

Mihrab und Minbar

Mihrab und Minbar in der Hamidiye-Moschee in Istanbul (Foto: Nurlan - stock.adobe.com)

Im Gebetsraum befindet sich immer ein kleiner halbrunder Erker aus Stein – der Mihrab. Er zeigt in Richtung Mekka. Mit dem Rücken zur Gemeinde spricht der Imam die Gebete in die Rundung des Erkers hinein. Dabei funktioniert die Mihrab wie ein Verstärker. Die Steinmauer wirft die Worte des Vorbeters zurück. So können die Besucher der Moschee seine Stimme laut und deutlich verstehen und das Gebet nachsprechen, obwohl der Imam ihnen den Rücken zukehrt. Denn wie alle Muslime betet auch er in die Gebetsrichtung.

Diese Richtung wird Qibla genannt. Die Qibla ist die vom Koran vorgeschriebene Gebetsrichtung der Muslime zur Kaaba in Mekka, dem höchsten Heiligtum des Islam, wo immer sich der Gläubige auf der Erde befinden mag. Die Ermittlung dieser Richtung führte schon früh zu maßgeblichen Verbesserungen in Astronomie und Himmelsmechanik durch die Araber.

In Moscheen, großen und manchen kleineren Gebetsräumen gibt es eine Kanzel. Sie heißt Minbar. Von dort aus hält der Imam vor dem Freitagsgebet oder an Festtagen seine Ansprachen. Als für den Got­tesdienst notwendiges Requisit wurde das Minbar oft als kostbar verziertes Kunstwerk gestaltet.
Die Ursprünge des Minbars reichen in die Zeit des Propheten Mohammed zurück, der der Überlieferung nach aus Palmenstämmen zwei Stufen mit einem Sitz errichten ließ, damit seine Gläubigen ihn besser sehen konnten. Deshalb steht der Imam in manchen Traditionen auch niemals ganz oben, denn von diesem Platz aus hat früher der Prophet Mohammed gesprochen und ihn verehren Muslime so sehr, dass sie sich nicht auf gleiche Höhe mit ihm begeben.
In modernen Moscheen und kleinen Gebetsräumen finden sich Minbare nur mehr mit wenigen Stufen.

142-jährige Tradition

Mit Themen rund um den islamischen Glauben ist das Bundesheer nicht erst seit einigen Jahren beschäftigt. Die Integration des Islam hat bei den österreichischen Streitkräften eine 142-jährige Tradition.

Bosniaken

Bosnische Soldaten der k. u. k. Armee (Bild: Oskar Brüch/HGM)

Gemäß den Vereinbarungen auf dem Berliner Kongress 1878, der die Krise am Balkan infolge der Unabhängigkeitsbestrebungen der Balkanvölker vom Osmanischen Reich beendete, erfolgte noch im selben Jahr die Okkupation Bosniens und der Herzegowina durch Österreich-Ungarn.

Ab 1882 begann man die männliche Bevölkerung zum Militärdienst heranzuziehen. Von anfänglich je einer Kompanie in jedem der vier Ergänzungsbezirke (Sarajevo, Banja Luka, Donja Tuzla und Mostar) erfolgte der Aufwuchs auf letztendlich vier bosnisch-herzegowinische Infanterieregimenter und vier bosnisch-herzegowinische Feldjägerbataillone. Während des Ersten Weltkrieges wurden noch weitere Verbände aufgestellt.

Das charakteristische Kleidungsstück dieser Truppe war der Fez, der sowohl zur Parade als auch zur Felduniform getragen wurde.
Der Fez wurde im 18. Jahrhundert zur prägenden Kopfbedeckung für Männer im osmanischen Reich und darüber hinaus zu einem Symbol für Muslime. Marktbeherrschend in der Fez-Produktion war Österreich - das einzige Land, in dem der Fez  als Teil der Uniform auch gesetzlich geregelt war.

Die bosnisch-herzegowinischen Soldaten zeichneten sich durch hohe Einsatzbereitschaft und Loyalität aus. So galten die bosnisch-herzegowinischen Verbände als Elitetruppe und wurden auch meist als solche in schwierigen Lagen verwendet.

Stationiert waren die bosnisch-herzegowinischen Verbände in Garnisonen verteilt auf die gesamte Monarchie. Dadurch kam die Bevölkerung in vielen Teilen des Reiches mit den „Bosniaken“ in Kontakt - eine Bezeichnung, die für alle Bosnier, unabhängig von ihrem Religionsbekenntnis, verwendet wurde.

Islamische Militärseelsorge

1914 waren rund 10.000 Soldaten aus Bosnien und Herzegowina im aktiven Stand. Der Anteil an muslimischen, katholischen und orthodoxen Soldaten in den bosnischen Regimentern entsprach in etwa dem Schnitt in der bosnischen Bevölkerung. Rund ein Drittel waren Muslime. Auf die Wahrung deren religiöser Identität wurde sehr geachtet. So kam es bereits 1882 zur Ernennung eigener Feldimame und zur Errichtung einer islamischen Militärseelsorge sowie einer eigenen Militärmoschee. Im Jahr 1914 gab es sogar den ersten Militärmufti.

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde Bosnien-Herzegowina Teil des Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen (Jugoslawien), sodass im Bundesheer der Ersten Republik keine muslimischen Soldaten mehr dienten und daher auch keine islamische Militärseelsorge installiert wurde.

Militärimam

Militärimam Kenan Čorbić

Durch den wachsenden Anteil von Muslimen in der österreichischen Bevölkerung und damit auch im Bundesheer (rund 2.000 Muslime leisten jährlich ihren Grundwehrdienst), hat die Bedeutung einer institutionalisierten islamischen Militärseelsorge Anfang des 21. Jahrhunderts jedoch wieder zugenommen.
Im Jahr 2015 wurde eine gesetzliche Regelung für die „Religiöse Betreuung für Angehörige des Bundesheeres“ erlassen. Als gesetzlich anerkannte Religionsgemeinschaft hat die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ) unter anderem das Recht, ihre Mitglieder, die Angehörige des Bundesheeres sind, in religiöser Hinsicht zu betreuen.

Derzeit werden die muslimischen Angehörigen des Bundesheeres durch zwei Militärimame betreut. Deren Aufgabe umfasst die berufsethische Aus- und Weiterbildung der Soldaten (lebenskundlicher Unterricht), die Durchführung von Gemeinschaftsgebeten und sonstige seelsorgerliche Angebote, die seelsorgerliche Einzelbetreuung der Soldaten aber auch die Beratung der Kommandanten in Fragen des islamischen Glaubens.

Toleranz

Auf die besonderen Bedürfnisse der muslimischen Rekruten, zB Schweinefleisch-lose Kost, wird schon sehr lange Rücksicht genommen. Auch haben Muslime im Bundesheer das Recht, ihre fünf täglichen Gebete und auch das Freitagsgebet zu verrichten. Im Unterschied zu den täglichen Gebeten, die an den Gebetsort keine besonderen Anforderungen stellen und im Regelfall allein durchgeführt werden, soll das Freitagsgebet in der Gemeinschaft in der Moschee verrichtet werden. Außerdem werden beim Freitagsgebet die Koranverse laut vom Imam rezitiert.

Um den muslimischen Grundwehrdienern die Möglichkeit zu geben ihren Glauben an einem würdigen Ort und vor allem das Freitagsgebet dem Koran entsprechend zu praktizieren, wurde im Februar 2004 in der Maria-Theresien-Kaserne der europaweit erste Gebetsraum für Muslime in einer Kaserne eröffnet.

Der islamische Gebetsraum an der Militärakademie ist der dritte deratige Raum in einer Kaserne. Neben dem Raum in der Maria-Theresien-Kaserne wurde im Mai 2023 auch ein Gebetsraum in der Schwarzenberg-Kaserne in Salzburg eröffnet.
Die Militärakademie ermöglicht damit nicht nur den muslimischen Angehörigen der Garnison Wiener Neustadt die Ausübung ihrer Religion an einem würdevollen Ort sondern setzt insgesamt ein Zeichen der Toleranz und Offenheit sowie der Einbindung der verschiedenen Kulturen und Religionen.

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