Wenn sich die ehrwürdige Reithalle der ältesten noch aktiven Militärakademie der Welt in einen festlichen Saal verwandelt, ist der Augenblick für eine der traditionsreichsten und zugleich eindrucksvollsten Zeremonien des Österreichischen Bundesheeres gekommen: Die Ausmusterung
Diese bildet den feierlichen Schlusspunkt einer anspruchsvollen militärischen und akademischen Ausbildung und markiert zugleich einen tiefgreifenden Übergang: Aus Studierenden werden Absolventen, aus Offiziersanwärtern – den Fähnrichen – Angehörige des Offizierskorps des Österreichischen Bundesheeres.
Mit der Übernahme in das Offizierskorps beginnt für die jungen Offiziere ein neuer Abschnitt, der von Verantwortung, Führungsaufgaben und dem Dienst an der Republik geprägt sein wird.
Am Donnerstag, dem 24. September 2026, war für die Angehörigen des Jahrganges „Major von Grabensprung“ dieser Zeitpunkt gekommen und das Ende der insgesamt vierjährigen Ausbildung zum Truppenoffizier erreicht.
Im diesjährigen Ausmusterungsjahrgang haben 73 Militärakademiker die fordernde Truppenoffiziersausbildung erfolgreich abgeschlossen.
Es handelt sich dabei um 72 neue Berufsoffiziere des Bundesheeres – darunter vier Frauen – sowie einen Offizier aus Montenegro. Ergänzt wurde der Jahrgang durch einen zivil Studierenden im FH-Studiengang Militärische Führung.
Die Ausmusterung besteht aus zwei großen Ereignissen:
- Militärisch-akademische Feier - bei dieser erfolgt die Übergabe der akademischen Diplome und der Beförderungsdekrete
- Festakt zur Verabschiedung des Jahrganges von der Militärakademie - dabei erfolgt die Übergabe der Offizierssäbel an die neuen Leutnante sowie der Akademiefahne vom scheidenden Jahrgang an den nachfolgenden Burgherrenjahrgang