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Bewerb Geländelauf
Der vierte und letzte Tag der Einzelwettbewerbe bei der 68. Weltmeisterschaft im Militärischen Fünfkampf endete mit dem Geländelauf. Die Männer haben dabei eine Strecke von 8 Kilometern, die Frauen von 4 Kilometern zurücklegten. Die Laufstrecke führt vom Start am Sportplatz ausgehend durch den Akademiepark und endet wieder am Sportplatz.
Die Athleten starten entsprechend der Gesamtwertung nach den ersten vier Disziplinen, wobei die Punktabstände in gestaffelte Startintervalle umgerechnet wurden. Somit ist der Athlet, der als Erster die Ziellinie überquerte, zugleich der Gesamtsieger und Weltmeister im Militärischen Fünfkampf.
Das Rennen der Männer bot ein spannendes Finale. Kristoffer Skonnord (Norwegen) ging als Sechster ins Rennen, zeigte jedoch eine beeindruckende Aufholjagd: Auf dem letzten Kilometer überholte er den bis dahin Führenden Pascal Remmele (Deutschland) und sicherte sich mit der schnellsten Laufzeit den Weltmeistertitel. Remmele überquerte kurz darauf die Ziellinie und gewann Silber – ein packender Abschluss der Meisterschaft bei den Männern.
Auch der Wettbewerb der Frauen verlief äußerst dramatisch. Nadja Kimmel (Deutschland) sicherte sich den Weltmeistertitel in der Gesamtwertung, nachdem sie den 4-Kilometer-Geländelauf in 14:12,1 Minuten - als Schnellste bei den Frauen - absolviert hatte. Das Rennen nahm eine unerwartete Wendung, als Han Danyang (China) zwar als Erste ins Ziel kam, jedoch eine Zeitstrafe von 50 Punkten erhielt, weil sie in die falsche Zielgasse gelaufen war. Die chinesische Delegation legte Protest gegen diese Entscheidung ein, doch der Einspruch wurde abgewiesen. Die Strafe blieb somit bestehen und kostete Danyang letztlich den Gesamtsieg.
In der Mannschaftswertung der Männer zeigte Brasilien die stärkste Gesamtleistung und belegte den ersten Platz. Österreich kam auf den zweiten Rang, während sich Dänemark in einem hart umkämpften Mannschaftswettbewerb den dritten Platz sicherte. Der Mannschaftstitel bei den Frauen ging an China; die Athletinnen erzielten gemeinsam das beste Gesamtergebnis und holten den Sieg. Dänemark belegte den zweiten Platz, gefolgt von Brasilien auf Rang drei.
Die Wertung der Newcomer gewannen Filippa Wetke (Dänemark) bei den Frauen und Joao Miguel (Brasilien) bei den Männern; beide hatten bereits in der ersten Disziplin herausragende Leistungen gezeigt.
Das österreichische Team konnte am Schlusstag ebenfalls beachtliche Erfolge feiern. Björn Unger überzeugte einmal mehr als Überraschungsathlet der heimischen Mannschaft, belegte den 12. Gesamtrang und sicherte sich mit 5.229,7 Punkten den hervorragenden 2. Platz in der Newcomerwertung. Dominik Pobberschnig wurde als Neunter der Gesamtwertung bester Österreicher.
Markus Pernjak zeigte mit einer Aufholjagd vom 19. auf den 14. Gesamtrang eine der stärksten Laufleistungen des Tages. Für Philipp Eidler (23.) und Stefan Dörflinger (30.) verlief der Wettkampf hingegen nicht ganz nach Wunsch. Gemeinsam legten sie jedoch den Grundstein für den Vizeweltmeistertitel der österreichischen Mannschaft in der Teamwertung.